Deutsche Krankenhausgesellschaft
Politik | Personal, Organisation | Finanzierung | EDV, Statistik | Recht | Medizin | Presse

Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO)

Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) hat ihre Impfempfehlungen neu gefasst und im Epidemiologischen Bulletin 28/2001 veröffentlicht.

Die STIKO gibt Empfehlungen zur Durchführung von Schutzimpfungen und zur Durchführung anderer Maßnahmen der spezifischen Vorbeugung übertragbarer Krankheiten (§ 20 Infektionsschutzgesetz). Ihre Mitglieder werden vom Bundesministerium für Gesundheit im Benehmen mit den obersten Landesbehörden berufen. Die Impfempfehlungen werden alle ein bis zwei Jahre aktualisiert, zuletzt im Januar 2000, und im Epidemiologischen Bulletin veröffentlicht. Ausführliche Bewertungen, Begründungen und Erläuterungen zu den einzelnen Neuerungen werden in den folgenden Ausgaben des Bulletins erscheinen.

Wesentliche Veränderungen betreffen die Pneumokokken-Impfung, die jetzt auch für unter Zweijährige mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grundkrankheit empfohlen ist, außerdem die Impfung mit einem sogenannten Konjugat-Impfstoff gegen Meningokokken (Serogruppe C) und die Impfung gegen Windpocken, wo ebenfalls der Kreis der zu Impfenden erweitert wurde. Für den Krankenhausbereich von besonderer Relevanz sind eine Reihe von neuen arbeitsmedizinischen Impf-Indikationen, darunter die Empfehlung, erwachsene Beschäftigte in der Pädiatrie, der Infektionsmedizin sowie in Gemeinschaftseinrichtungen gegen Keuchhusten (Pertussis) zu impfen.

Die Empfehlungen sind auch im Zusammenhang mit der Biostoffverordnung und den arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen bei Beschäftigten mit infektionsgefährdenden Tätigkeiten gemäß Unfallverhütungsvorschrift "Arbeitsmedizinische Vorsorge" (VBG 100) in Verbindung mit dem berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 42 "Tätigkeit mit Infektionsgefährdung" (ZH 1/600.42) zu sehen.

Durch die Impfempfehlungen kann sich eine Ausweitung der Arbeitgeberpflicht, den Beschäftigten Impfungen gemäß §15 Biostoffverordnung anzubieten, ergeben. Zu diesen Verpflichtungen verweisen wir auf die Regelungen des berufsgenossenschaftlichen Grundsatzes G 42 "Tätigkeit mit Infektionsgefährdung" (ZH 1/600.42), die bei der Carl Heymanns Verlag KG (Köln) zu beziehen sind.

17.7.2001, Herr Pilz

Dateilink zu den Impfempfehlungen der STIKO

Link zum Epidemiologioschen Bulletin


Stellen | Links | Download | das Krankenhaus | Info | e-Post